die person

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der unausgesprochene Regeln das Leben bestimmten: „Passe in eine Schublade, sonst können wir dich nicht einsortieren.“ Und: „Hab einen statischen Lebenslauf.“ Mit beidem konnte ich nicht dienen – selbst wenn ich es gewollt hätte.

Früh war das Leben für mich Konfrontation, weil ich ständig dabei war gegen mein Naturell zu handeln. Schritt für Schritt fügte sich ein Puzzle zusammen, das mir zeigte, warum ich anders war – ein Sonderling. Heute weiß ich, dass es „die Sonderlinge“ mehr gibt, als man denkt.

Mein Berufs- und Lebensweg war alles andere als linear: Handwerksberufe, Pflege, Trauer- und Sterbebegleitung, Coaching, Schauspieltrainings und Sprecherausbildungen. Für die normative Welt war das „too much“ – für mich war es logisch, befreiend, abenteuerlich und manchmal anstrengend.

Diese Vielfalt hat mir gezeigt, dass statische Wege und konforme Strukturen die Kreativität und das Potenzial von Menschen einengen. Ich habe gelernt, dass ich meine Energie und meine Fähigkeiten nur entfalten kann, wenn ich sie authentisch lebe.
Ich schreibe zum Beispiel gerne und sehe vieles in der Welt in Strukturen und Mustern.

In einer Welt zu leben, in der andere dir vorschreiben, wie du dich wahrnehmen und gestalten sollst, widerspricht meinem inneren Empfinden von Freiheit und Schöpferkraft. Masking erschöpft, Anpassung beschneidet – und doch ist es oft die einzige „Lösung“, die Menschen von außen sehen.

Heute gibt es leider Trittbrettfahrer, die Neurodivergenz als Ausrede für schlechtes Benehmen verstehen. Aber für mich geht es um etwas anderes: um Selbstverständnis, Entfaltung und darum, die eigene Stimme zu finden.

Als Coach für Neurodivergente unterstütze ich Menschen, die genug vom Masking haben, ihre echte Stimme zu finden. Ich helfe ihnen, sich in einer Welt zurechtzufinden, die oft laut, chaotisch und unverständlich ist – und dabei sie selbst zu bleiben.

Wenn du bereit bist, deine Rolle abzulegen und dich selbst zu entdecken, begleite ich dich auf diesem Weg.